Tag Archives: Zeit

Happy Hour: Oder: Kleine Gedankenspiele zwischen der Unendlichkeit des karibischen Lebensgefühls und der Endlichkeit des Kölner Karnevals (WehrWolter ww 287 – Hans Wolter)

Wir sitzen gerade auf unserer Strandliege am Cabarete-Beach und ich mache mir krumme Gedanken darüber, wieso die Menschen hier in der Dominikanischen Republik irgendwie leichter leben, als wir in cOld Germany. Sie lachen mehr als bei uns zu Hause und scheinen auch weniger streng mit sich selbst und dem Leben an sich umzugehen. Nun bin ich als Urkölner auch weniger streng mit mir und dem Leben, aber hier lebt es sich noch spürbar lockerer. Natürlich ist man schnell bei Sonne, Meer und Wetter. Aber ich versuche die Dinge gerne immer noch ein wenig tiefer zu verstehen. Weiterlesen …

Alles neu macht der Mai – Vom AnfangsZauber und AnfangsÄngsten – Gedanken zum Einfluß des Stirb-und-Werde-Rhythmus der Jahreszeiten auf unsere Seele– (WehrWolter – ww 246 – Hans Wolter)

Anfänge sind nicht immer leicht. Dem Anfang geht ein Ende voraus und der weitere Lauf ist ungewiss. Oft haben wir keine Wahl. Unser Leben fließt, ruckelt und scheint auch schon mal zu stagnieren. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ ermutigt uns der Schriftsteller Hermann Hesse. „Ich habe ganz große Angst anzufangen“ gesteht uns die Tänzerin Pina Bausch. Die Natur zeigt uns, dass wir in einen ständigen Wechsel von Anfang und Ende unausweichlich eingebunden sind.

Der moderne Mensch hat Möglichkeiten dem alltäglichen Auf und Ab von Tag und Nacht oder dem Stirb-und-Werde der Jahreszeiten zu entgehen. Über Rundumbeleuchtung, Fernsehen, Internet und Flüge rund um den Globus können wir uns sinnlich ausklinken. Das kann als befreiend erlebt werden. Es kann aber mit Gefühlen von Entfremdung und Haltverlust einhergehen. Weiterlesen …

Von Usain Bolt lernen: Leben zwischen Lässigkeit und punktgenauer Höchst-Präsenz – Dabeisein, aber richtig, bei unserer persönlichen Olympiade – Leben ist eigentlich gar nicht so schwer und Zeit ist relativ. Usain rät uns: „Genießt was ihr tut!“-(WehrWolter – ww 181 – Hans Wolter)

„Genießt, was ihr tut! Und wenn es euch keinen Spaß macht, dann tut es nicht. Ich habe so viele Menschen erlebt, die Tag für Tag Dinge tun, die sie gar nicht machen möchten. Darin wirst du niemals richtig gut werden. Egal, wie hart du an etwas arbeitest. Wenn du es liebst, ist es keine Arbeit. Nur dann genießt du dein Leben und wirst Großes erreichen. Sonst artet das doch alles in Stress aus.“ (Usain Bolt)

„Lightning Bolt“ der jamaikanische Blitz hat in Rio zum neunten mal gold eingeschlagen. Vor einigen Jahren hatte ich mal ein Buch in der Hand, das titelte: „Der Minutenmanager“. Würde ich ein Buch über Usain Bolt schreiben, wäre mein Arbeitstitel: „Der Sekundenmanager“.  Aber es ist wie immer. Mir fehlt die Zeit, all meine Ideen zu verwirklichen. – (Einfallender Gedanke: Eigentlich bräuchte ich einen Mäzen.) – Wobei: Zeit ist eigentlich immer da. Wir müssen sie uns nehmen. Aber das ist ein anderes Kapitel. Stimmt das? Sind wir nicht schon mittendrin? Es geht um uns und unser Leben. Das läuft in einer gewissen Zeitspanne. Auf jeden Fall begrenzt. Zeit ist relativ. Das wissen wir spätestens seit Einstein. Zeit ist qualitativ unterschiedlich. Das wissen wir zwar, aber leben wir danach?

Wenn ich Usain Bolt sehe, muss ich immer lächeln

Und dann denke ich: Leben ist eigentlich gar nicht so schwer. Der Mensch muss „nur“ an sich glauben und dass er dafür lebt, was er liebt.

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